Zusammensetzung und Herstellung von Polyurethanen

Polyurethane sind wie alle Kunststoffe Polymere, die durch Reaktion von Diisocyanaten (MDI und/oder TDI) mit verschiedenen Polyolen synthetisiert werden. Je nach gewünschtem Produkt können die chemischen Formeln andere Bestandteile wie Katalysatoren, Treibmittel und gegebenenfalls Flammschutzmittel enthalten. Diese verschiedenen Kombinationen ermöglichen die Herstellung etlicher Produkttypen:

  • Harte und flexible Schaumstoffe
  • Harte und flexible Integralschäume
  • Elastomere
  • Klebstoffe
  • Beschichtungen und Lacke
  • Dichtmittel

Die Dichte und Härte des Produkts wird durch die Menge an eingesetztem Treibmittel bestimmt. Flexibilität oder Festigkeit sind vom Typ der beteiligten Polyole und Diisocyanate abhängig.

Verschiedene Formen von Polyurethanen werden oft mit anderen Werkstoffen kombiniert, um eine Vielzahl von Endprodukten herzustellen, zum Beispiel:

  • Dämmende Bauplatten
  • Matratzen und Polstermöbel
  • Autositze
  • Haushaltskühl- und Gefriergeräte
  • Holzverbundbauplatten
  • LKW-Aufbauten
  • Schuhe
  • Sportbekleidung

Erfahren Sie mehr über Polyurethane und Anwendungen.

Struktur der Polyurethane

Polyurethane sind Polymere. Polymere kann man sich am besten als Ketten mit dreidimensionalen Strukturen vorstellen, die aus langen, wiederholten kleineren Einheiten, den Monomeren, bestehen. Diese Monomere enthalten Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Damit sich diese Ketten bilden, werden die kleineren Verbindungen polymerisiert bzw. aneinandergehakt.

Es gibt Tausende natürlich vorkommender und vom Menschen geschaffener Polymere. Bereits im Jahr 1909 stellte man das erste künstliche Polymer her: Bakelit. Rayon, die erste Chemiefaser, wurde 1911 entwickelt. Andere altbekannte Polymere sind Nylon, Silikon, Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol.